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``Wer ko, der ko``

Der legendäre Spruch, der Franz Xaver Krenkl (1780-1860) zugeschrieben wird, ist in München zum geflügelten Wort geworden. Was dahinter steckt? Eine herrliche Anekdote, die in der Stadt Geschichte schrieb …

Der Lohnkutscher überholte eines Tages im Englischen Garten mit seinem Vierergespann die Equipage des König Ludwig I., was selbstredend verboten war. Der König zürnte. Doch Krenkl hatte eine souveräne wie dreiste Antwort parat: „Wer ko, der ko!“.

Courage

Überraschenderweise kam Franz Xaver Krenkl ungeschoren davon und noch heute gilt der Kutscher als Sinnbild für Zivilcourage. Er wagte etwas, was ihn eine Generation zuvor noch leicht den Kopf hätte kosten können, und für die Stimmung seiner Zeit steht: Das damalige Bürgertum emanzipierte sich von der Vorherrschaft der Wittelsbacher und präsentierte sich mit einem neuen Selbstbewusstsein. Der Kronprinz revanchierte sich übrigens auf sehr humorvolle Art und Weise: Bei nächster Gelegenheit fuhr er mit seiner kompletten Entourage vor Krenkls Hofausfahrt vor – und der Lohnkutscher durfte sich in Geduld üben. Um die Machtverhältnisse wiederherzustellen, soll der Kronprinz mit folgendem Satz Frieden geschlossen haben: „Ge Krenkl, wer ko, der ko!“.
Wer München besucht, begegnet Franz Xaver Krenkl am Karlstor, wo ein steinernes Anlitz des Kutschers von einer Konsole auf die Passanten herabschaut. Sein Grab liegt auf dem Alten Südfriedhof, einer wunderschönen Anlage in der Isarvorstadt.